Programmatic Display muss nicht vollständig an eine
klassische Agentur ausgelagert werden. Schweizer KMU
können zwischen Self-Service, Managed Service,
hybriden Plattformmodellen, direktem DSP-Zugang und
White Label wählen.
Für viele KMU ist ein hybrides Plattformmodell eine
sinnvolle Alternative zur Full-Service-Agentur. Das
Unternehmen behält Kontrolle über Ziele, Budget und
Freigaben, während ein spezialisierter Partner das
technische Setup, Media Buying, Reporting und die
Kampagnenbetreuung unterstützt.
Agenturen und Organisationen mit
mehreren Mandanten
Der geringste sichtbare Serviceaufwand bedeutet nicht
automatisch die niedrigsten Gesamtkosten. Interne
Arbeitszeit, Schulung, Creative-Erstellung, technische
Fehler, Reporting und Kampagnenkontrolle müssen ebenfalls
berücksichtigt werden.
Modell 1
Reiner Self-Service
Beim Self-Service plant, konfiguriert und kontrolliert
das Unternehmen seine Programmatic-Kampagnen
weitgehend selbst.
Dieses Modell bietet viel direkte Kontrolle, verlangt
jedoch ausreichend Zeit, technisches Verständnis und
klare interne Prozesse.
Geeignet, wenn …
Programmatic-Wissen intern vorhanden ist
regelmässig Kampagnen umgesetzt werden
Creatives bereits verfügbar sind
Reporting intern interpretiert werden kann
ausreichend Zeit für Kontrolle vorhanden ist
Self-Service reduziert externe Abhängigkeiten, verlagert
jedoch operative und fachliche Aufgaben vollständig
oder teilweise in das Unternehmen.
Modell 2
Managed Service
Beim Managed Service übernimmt ein externer Partner
wesentliche operative Aufgaben wie Planung, Setup,
Auslieferungskontrolle und Reporting.
Geeignet, wenn …
kein internes Programmatic-Team vorhanden ist
der interne Zeitaufwand gering bleiben soll
fachliche Unterstützung benötigt wird
komplexere Kampagnen geplant sind
Reporting gemeinsam interpretiert werden soll
Der konkrete Leistungsumfang sollte vor Projektstart
eindeutig festgelegt werden. Managed Service kann von
technischer Unterstützung bis zur weitgehend
vollständigen operativen Betreuung reichen.
Modell 3
Hybrides Plattformmodell
Ein hybrides Modell kombiniert direkte Transparenz und
Mitwirkung des Unternehmens mit technischer und fachlicher
Unterstützung durch einen spezialisierten Partner.
Aufgaben des KMU
Ziele, Budget und Freigaben
Kampagnenziel festlegen
Zielmarkt definieren
Budget und Laufzeit freigeben
Marken- und Angebotsinformationen liefern
Werbemittel und Botschaften freigeben
Ergebnisse intern einordnen
Aufgaben des Plattformpartners
Technik, Media und Reporting
technische Kampagnenkonfiguration
Targeting und Inventarauswahl
Media Buying
Ad Serving und Messung
Kontrolle der Auslieferung
Reporting und fachliche Unterstützung
Das hybride Modell ist besonders relevant für KMU, die
nicht sämtliche Programmatic-Aufgaben selbst übernehmen,
aber dennoch Transparenz und Einfluss auf Kampagnenziele,
Budgets und Ergebnisse behalten möchten.
Modell 4
Direkter DSP-Zugang
Bei einem direkten DSP-Modell arbeitet das Unternehmen
oder seine interne Media-Abteilung selbst mit einer
professionellen Demand-Side Platform.
Typische Voraussetzungen
Programmatic-Spezialisten im Unternehmen
regelmässiges oder höheres Media-Volumen
klare Governance und Rollen
Tracking- und Ad-Serving-Konzept
Creative- und Freigabeprozesse
eigene Reporting-Infrastruktur
Für typische KMU kann ein direkter DSP-Zugang mehr
technischen und organisatorischen Aufwand verursachen,
als für einzelne oder unregelmässige Kampagnen sinnvoll
ist.
Modell 5
White-Label-Lösung
Bei einer White-Label-Lösung wird eine bestehende
Technologie unter einer eigenen Marke oder innerhalb
einer eigenen Kundenplattform angeboten.
Besonders relevant für
Marketing- und Digitalagenturen
Organisationen mit mehreren Marken
Unternehmen mit mehreren Mandanten
Beratungs- und Vertriebsnetzwerke
Plattformanbieter mit eigener Kundenoberfläche
Für ein einzelnes KMU ist White Label meist nicht die
einfachste Lösung, da zusätzliche Anforderungen an
Branding, Benutzerverwaltung, Support und technische
Integration entstehen können.
Entscheidungshilfe
Welches Betriebsmodell passt zum Unternehmen?
Viel internes Know-how
Self-Service prüfen
Geeignet bei erfahrenem Team, klaren Prozessen und
ausreichend Zeit für operative Kampagnenarbeit.
Kaum interne Ressourcen
Managed Service prüfen
Geeignet, wenn Planung, Technik und laufende
Kontrolle weitgehend extern erfolgen sollen.
Kontrolle plus Unterstützung
Hybrides Modell prüfen
Geeignet für KMU, die Ziele und Budgets selbst
steuern, aber technische Unterstützung wünschen.
Eigenes AdTech-Team
Direkten DSP prüfen
Geeignet bei höherem Volumen, komplexen Kampagnen
und spezialisiertem internem Personal.
Mehrere Kunden oder Marken
White Label prüfen
Relevant, wenn Kampagnen für mehrere Mandanten über
eine eigene Markenoberfläche verwaltet werden.
Noch unklar
Aufgaben zuerst definieren
Vor der Plattformwahl sollte geklärt werden, welche
Aufgaben intern bleiben und welche ausgelagert
werden sollen.
EDM als hybride Lösung
Plattform plus persönliche Kampagnenbetreuung
EDM verbindet standardisierte Plattformprozesse mit
persönlicher Unterstützung. Unternehmen müssen weder
ein eigenes Programmatic-Team aufbauen noch sämtliche
Aufgaben vollständig auslagern.
EDM ist nicht ausschliesslich Self-Service. Abhängig
vom Kampagnen- und Kunden-Setup unterstützt das
EDM-Team bei Planung, technischem Setup,
Kampagnenkontrolle, Reporting und fachlicher
Weiterentwicklung.
Relevante EDM-Leistungen
EDM Display & Video
Programmatic Display und Video
Budget- und Laufzeitplanung
Zielgruppen- und Geo-Targeting
Unterstützung bei Creatives
technisches Kampagnen-Setup
persönliche Kampagnenbetreuung
EDM Reporting
Technische Infrastruktur
Media Buying, Ad Serving und Reporting
Media Buying
DV360 und Microsoft Invest
EDM verfügt über Schnittstellen zu
Google Display & Video 360 und
Microsoft Invest beziehungsweise Xandr.
Diese Systeme unterstützen abhängig vom Setup den
Einkauf und die Steuerung programmatischer
Kampagnen.
Ad Serving
Campaign Manager 360
Campaign Manager 360 unterstützt
Creative-Auslieferung, Tracking und
Kampagnenmessung.
CM360 ist keine DSP und kauft kein
Werbeinventar.
Auswertung
EDM Reporting
EDM Reporting konsolidiert verfügbare
Kampagnen- und Kanaldaten in einer zentralen
Oberfläche.
Verfügbare Daten hängen von Schnittstellen,
Berechtigungen und Kunden-Setup ab.
Kosten richtig vergleichen
Servicekosten sind nur ein Teil der Gesamtkosten
Interne Arbeitszeit
Planung, Setup, Kontrolle, Reporting und
Abstimmung binden interne Ressourcen.
Schulung und Fachwissen
Self-Service kann Schulungen, Einarbeitung und
laufende Weiterbildung erfordern.
Creative-Aufwand
Display-, HTML5- und Video-Werbemittel müssen
erstellt, geprüft und aktualisiert werden.
Technische Fehler
Fehler bei Targeting, Budget, Tracking oder
Auslieferung können Kampagnenleistung und
Datenqualität beeinträchtigen.
Reporting
Daten müssen zusammengeführt, geprüft und für
Entscheidungen verständlich interpretiert werden.
Betreuungsumfang
Bei externen Modellen sollte klar sein, welche
Leistungen enthalten und welche optional sind.
Weder Self-Service noch Managed Service ist grundsätzlich
günstiger. Entscheidend sind Kampagnenhäufigkeit,
Komplexität, internes Know-how, Fehlerpotenzial und
gewünschter Betreuungsumfang.
Häufige Fragen
FAQ zu Alternativen zur Programmatic-Agentur
Welche Alternativen gibt es zu einer Full-Service-Agentur?
Mögliche Alternativen sind reiner Self-Service,
Managed Service, ein hybrides Plattformmodell,
direkter DSP-Zugang und eine White-Label-Lösung.
Welches Modell eignet sich für Schweizer KMU?
Für viele KMU ist ein hybrides Plattformmodell
geeignet, weil es direkte Kontrolle mit technischer
und fachlicher Unterstützung verbindet.
Ist EDM eine reine Self-Service-Plattform?
Nein. EDM verbindet eine Plattform mit persönlicher
Kampagnenbetreuung und Unterstützung bei Planung,
technischem Setup, Reporting und
Kampagnenweiterentwicklung.
Braucht ein KMU einen eigenen DSP-Vertrag?
Für die Nutzung von EDM ist auf Kundenseite kein
eigener DSP-Vertrag erforderlich. Ein direkter
DSP-Zugang kann für grössere Teams und komplexere
Kampagnen sinnvoll sein.
Ist Self-Service immer günstiger?
Nicht zwingend. Neben sichtbaren Servicekosten
müssen interner Zeitaufwand, Schulung,
Fehlerpotenzial, Creative-Aufwand und Reporting
berücksichtigt werden.
Was ist der Unterschied zwischen Managed Service und Full Service?
Managed Service kann sich auf definierte operative
Programmatic-Aufgaben konzentrieren. Eine
Full-Service-Agentur übernimmt häufig zusätzlich
umfassendere Strategie-, Creative-, Media- und
Kommunikationsleistungen. Der konkrete Umfang ist
jedoch vom jeweiligen Anbieter abhängig.
Wann lohnt sich eine White-Label-Lösung?
White Label ist besonders für Agenturen,
Organisationen mit mehreren Marken oder Anbieter
mit mehreren Kunden relevant. Für ein einzelnes
KMU ist der zusätzliche Integrations- und
Verwaltungsaufwand häufig nicht notwendig.
Garantiert ein hybrides Modell bessere Ergebnisse?
Nein. Das Betriebsmodell allein garantiert keine
Reichweite, Klicks, Conversions, CPA oder ROAS.
Ergebnisse hängen auch von Zielgruppe, Angebot,
Creative, Budget, Laufzeit und Messkonzept ab.
Kostenlose Ersteinschätzung
Passendes Programmatic-Modell auswählen
Beschreiben Sie interne Ressourcen, Zielmarkt,
Kampagnenziel und gewünschten Betreuungsumfang. Das
EDM-Team prüft, welche Aufgabenteilung zu Ihrem
Unternehmen passt.